Wort und Wortgeräusch

Das Wort ist nicht mehr als Geist, als Akt da, sondern als Geräusch, akustisch. Der Akt des Geistes, der ein Ding mit dem Wort zu sich holt und es sich gegenüberstellt, wird hier nicht getan. „Die Sprache ist das Scheidewasser des Chaos“ sagt Jean Paul in der Levana. Das Wortgeräusch aber, mit dem der Mensch heute operiert, ist selber ein Teil des Chaos und der Mensch mit ihm.

Max Picard in: „Ist Freiheit heute überhaupt möglich?“, 1955

Über clamormeus

Männlich (ohne Disclaimer). In Kürze mehr (ohne Gewähr).
Dieser Beitrag wurde unter Literaten abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s