Hat Margot Käßmann schon wieder eine neue

Phobie erfunden?

Auf den Vorwurf eines Historikers, sie würde Legenden über Luther als historische Tatsachen darstellen, rechtfertigte Käßmann ihr Vorgehen mit dem Hinweis, in den Legenden stecke ein wahrer Kern. Dann fügte sie hinzu: „Aber offensichtlich gibt es diffuse Ängste vor Lutherlegenden.“

Diese Sichtweise ist mehr als nur originell: abstrahiert vom de facto nicht gehbehinderten Luther, der also anderes können hätte als stehen, dafür aber möglicherweise seinen Thesenanschlag nicht mit einem Hammer begangen hatte, ist die Essenz: Wenn  es dich stört, daß die Legenden, die ich dir auftische, solche sind, dann hast du eben eine diffuse Angst vor Legenden.

Da sind wir dann ganz schnell bei der Legendophobie, und manche Politiker und Journalisten rieben sich sicher die Hände, wenn das in den Rang einer Straftat erhoben würde. Jeder Hinweis, daß etwas, das sie gesagt oder geschrieben haben, nicht den Tatsachen entspricht, könnte belangt werden, der Richtigsteller handelte ja nur aus irrationalen Ängsten vor Legenden.

Lassen wir es also lieber doch eine originelle Einlassung einer lutherilegendophilen Partyeinladerin sein! Ich werde nämlich allmählich phobienerfinderophob!

Über clamormeus

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