Birgit Kelle zum Dirndl und „Aufschrei“

Eine weitere von wohltuend vielen Journalistinnen, die den #aufschrei – Twitter – Hype im Gefolge des Sternartikels differenziert  kommentierten, der ein Jahr nach dem Vorfall die Umkleidephantasien des FDP – Manns Brüderle hochkochte,  just nachdem dieser zur Spitzenkraft seiner Partei für die BTW ernannt worden war,  ist Birgit Kelle:

Es nervt, es regt mich auf, gerade als Frau, dass inzwischen jede Lappalie, jede blöde Anmache, jedes Hinterherpfeifen und jeder Blick auf das falsche Körperteil zur falschen Zeit zum Sexismus hochstilisiert wird. Es wird nicht mehr differenziert und damit jede ernsthafte Diskussion im Keim erstickt. Es nervt, weil diejenigen degradiert werden, die tatsächlich Opfer sexistischer Übergriffe werden und die sich nun einreihen müssen in die „Opfer“ von blöder Anmache.

Zitat und ganzer Artikel hier im European.  Ich wollte jetzt eigentlich nichts zu diesem Thema posten, weder bin ich der Wahlkampfkampagne des Stern noch irgendwelchem atemlosen Massengezwitscher irgendwie verpflichtet, wer das für sich anders sieht, soll gern so frei sein. Daß aber nun sogar dieses Thema, bei dem ich im wesentlichen mit Frau Kelle übereinstimme, demnächst einmal mehr dazu hier, auf dem Blog einer „katholischen Theologin“ benutzt wurde, um männliche katholische Blogger, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln eine differenzierende Ansicht zur Dirndl – und Aufschreicausa erlaubten, pauschal und ohne jede inhaltliche Auseinandersetzung in einem aggressiv – larmoyanten Gouvernantenton als des Sexismus verdächtig via Internetpranger zu denunzieren, so nach dem Motto: „Das sind die, die immer so katholisch tun“ und ihre Beiträge sogar mit den Vertuschungen innerkirchlicher Mißbrauchsfälle zu assoziieren, veranlaßte mich jetzt doch, mit Birgit Kelles Artikel eine renommierte katholische Stimme im Chor der zahlreichen differenzierenden medialen Kommentare hier anzuempfehlen, die zwischen schlechten Manieren, konstitutionellem Sexismus, den es ja in zahlreichen Ländern tatsächlich gibt, und konkreter sexuell motivierter Gewalt gebührend zu unterscheiden weiß, statt in geschlechterkämpferischer Rhetorik eines Retrofeminismus alles in einen Topf zu werfen, und diese Suppe auch noch für alternativlos zu deklarieren.

Über clamormeus

Männlich (ohne Disclaimer). In Kürze mehr (ohne Gewähr).
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