„Lebensschutz“ oder „Schutz der Person“?

Ich gestehe, daß ich trotz des so wichtigen Anliegens, einiges Unbehagen mit dem Begriff „Lebensschutz“ bzw. „Lebensschützer“ verspüre und für mich selbst diese Bezeichnung immer abgelehnt habe. (das aber soll einmal an anderer Stelle erörtert werden). Hier hat mich ein anderes Fundstück aus Guardinis Schrift   „Das Recht des werdenden Menschenlebens“ auf etwas ganz wesentliches dabei gestoßen:

DER ENTSCHEIDENDE GESICHTSPUNKT

Die endgültige Antwort liegt im Hinweis auf die Tatsache, daß „das heranreifende Leben“ ein Mensch ist. Den Menschen aber darf man nicht töten, es sei denn in der Notwehr oder in der Ordnung des Rechts, und der Grund dafür liegt in der Würde seiner Person.

Nicht deshalb ist der Mensch unantastbar, weil er lebt und daher ein „Recht auf Leben“ hat. Ein solches Recht hätte auch das Tier, denn das lebt ebenfalls; und wenn man ein schönes Tier der freien Natur mit einem kranken oder vom Schicksal zerdrückten Menschen vergleicht, scheint es das sogar noch viel mehr zu tun. Sondern das Leben des Menschen darf nicht angetastet werden, weil er Person ist.

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