Guter Stoff gegen Engstirnigkeit und postkarnevalistische Witzischkeiten

Die Rezeption des überraschenden Rücktritts Amtsverzichts Papst Bendikts an beiden Weltkirchenrändern frönt seit Aschermittwoch unverhoffter, teils schon  retrodadaistisch anmutender Witzischkeit.

Während die dolchstoßlegendenschwingenden Verfechter eines „Ewigen Roms außer dem jetzigen!“ den Papst gewohnt scharfrichternd der Kreuzflucht und der Felsrelativierung anklagen, geben sich die Sprachrohre des Ewigen Bonns als Weltkirchenreichshauptstadt  postkarnevalistisch, dichten entweder den Amtsverzicht zur Kapitulation des Spiritus Rectors antibönnischer  Krawallkatholen um und erklären die paar Millionen weltweit wegen des Amtsverzichts Trauernden zu nun führerlosen Rebellen, oder sehen gar in der Wahl eines Nachfolgers gleich  nichts als  die Installierung eines neuen Unrechtsregimes .

Zugegeben: das hat einen gewissen seltenen, wenn auch unfreiwilligen Unterhaltungswert, was aber schon der Geistbraus  hier und dort hinreichend und gebührend würdigte, insofern kann ich also nun zum Werbeblock übergehen und zwei Druckerzeugnisse anempfehlen, für diejenigen, die in Pontifikat und Person des noch amtierenden Papstes doch noch etwas anderes zu erkennen vermögen.

Alexander Kisslers Buch erwähnte ich schon, deshalb hier nur noch der Hinweis auf den geänderten Titel „Papst im Widerspruch. Benedikt XVI. und seine Kirche 2005-2013“, die Auslieferung beginnt am 6. März und soll bis 14. März abgeschlossen sein.

In einer März/ April  Sonder-Doppelnummer des Vatican Magazin werden sich zahlreiche wie immer hochkarätige Autoren mit Pontifikat wie Amtsverzicht Benedikts befassen.

Vielleicht nicht so lustig, aber ganz sicher dem für die Römisch Katholische Kirche wichtigen aktuellen Geschehen in Sachen Horizont und Kompetenz allemal angemessener.

[UPDATE: tut mir leid, meine Wortwahl war zu scharf, ich nehme den bösen Vorwurf partieller unfreiwilliger individueller Originalität zurück,  doch bloß wieder eine öde  ZK – Kampagne, ein Marschbefehl ist ergangen, der FAZler der Kirchenberichterstatter, der meint, mal gucken zu dürfen, wie weit es mit der künftigen (!) Papsttreue anderer denn so her ist, ist mir Beleg genug. Nein, die Pforten der Anmaßung, daß sich  Leser nicht für blöd verkaufen lassen, werden diese Art Journalismus nicht überwinden  Jedenfalls zur Zeit in diesem Land nicht.]

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