Beten wir für unseren Pontifex Franziskus

Ist das nicht einmalig? Eine Wahl. die zumindest für viele der guten Milliarde Katholiken größte Bedeutung hat. (dennoch, das darf erwähnt sein, auf N- TV, auf dem ich das meiste dieses Abends  verfolgte,  wurde immer wieder die Breaking  News – Zeile eingeblendet „Die Welt hat hat einen neuen Papst“).  Im TV ist die Menge auf dem Petersplatz für sie präsent. Man harrt stundenlang im Regen aus. Dann steigt weißer Rauch auf, Glocken läuten. Und alle zeigen ihre so große Freude, auf unterschiedlichste, bezaubernde Arten.  Die Ausrufung „And the winner is..“ zweitrangig, die Hauptsache : „Habemus Papam!“.  Keiner weiß etwas. Dann, nach einer unendlichen Stunde kündet Kardinal Tauran den damit verlöschenden Namen dessen, den das so schwere Los traf.

„Was, wer? Kenn‘ ich nicht, ach der! Ist der nicht, war der nicht 2005, was steckt dahinter, u.s.w. “ – ich bin gewiß, nicht nur ich habe das gedacht. Dann ein Gebet, ein Ringen mit der eigenen Kleinheit und Anmaßung . Nun  die Gewißheit: Habemus Papam. Der erste, der sich Franziskus nennt . Der Herr führe und schütze Dich!

 

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5 Antworten zu Beten wir für unseren Pontifex Franziskus

  1. Clara Franz schreibt:

    Es sind schon jetzt bange Stimmen zu vernehmen, die Besorgnis um die Zukunft zum Ausdruck bringen.
    Ich finde, wir sollten uns vor voraus-beurteilenden Kommentaren hüten.
    Papst Franziskus I. Auftreten auf der Loggia jedenfalls hat mich angerührt: Bescheiden, ruhig, gesammelt, nicht aufgesetzt und kein bisschen spektakulär.
    Sein Beten mit den vielen Menschen auf der Piazza, daran anschließend diese anhaltende Stille, seine tiefe Verbeugung, – alles Zeichen, die sicher die Anwesenden wie auch die Zuschauer an den Bildschirmen nicht unberührt ließen.
    Auf anderen Seiten las ich schon, dass dieses bescheidene Verhalten nur dazu diene, die Massen zu beeindrucken.
    Solch eine bewusst kalkulierte Vorgehensweise unterstelle ich keinem Papst.

    Als ich Jorge Mario Bergoglio als „Adoptions-Kardinal“ durch die Aktion der Jugend 2000 zugeteilt bekam, war ich zunächst etwas erschrocken.
    Er ist Jesuit und ich weiß um die „weg von Rom“- Strömungen dieses Ordens.
    Aber es könnte doch auch sein, dass -infolge dieser Wahl- genau diese Entwicklung aufgehalten, zumindest abgemildert werden könnte.
    Auch gibt es in Lateinamerika, vor allem natürlich in Brasilien, ein besorgniserregendes Abdriften in Sekten und andere Glaubensgemeinschaften.
    Vielleicht fühlen sich die Menschen dieses Kontinents durch die Wahl Papst Franziskus I. als einen der Ihren eingeladen, sich erneut der katholischen Kirche zuzuwenden.

    Ich werde ihm auf jeden Fall einen sehr großen Vertrauensvorschuss schenken.
    Jeder Mensch hat einen Anspruch darauf.

    • clamormeus schreibt:

      Stimme zu. Ich habe noch die Worte Kardinal Arinzes vor dem Konklave im Ohr, der so warm, sonor und väterlich gütig alle warnte, auf ihre subjektive Vorlieben oder Antipathien etwas zu geben.Da habe ich zustimmend lächelnd genickt und gestern wurde ich halt auch kurz darin geprüft.Ja,das Vertrauen und auch unser Gebet ist unabdingbar, Benedikt war es hierzulande von bestimmten Kreisen nie vergönnt, und was für ein Schrott von allen Seiten wurde über ihn gesagt und geschrieben zu Anfang des Pontifikats. Manche sollten sich jetzt bitte dem eigedenk dringend hüten, nun aus der Hüfte gleich unflätig auf einen Mann loszuballern, der grade mal einen halben Tag im Amt ist, aber dessen Bilanz und Werk sie, so oder so rum, schon jetzt zu kennen meinen.
      Und hat natürlich was, schon vorab für den künftigen Papst gebetet zu haben ;-)

  2. Clara Franz schreibt:

    Noch einmal:
    „…… den damit dessen, den das so schwere Los traf.“
    Das haben Sie sehr stark und eindrücklich formuliert.
    Danke dafür!

    Jorge Mario Bergoglio kann mit sofortiger Wikung nicht mehr an seinen Schreibisch, in seine Räume, seine gewohnte Umgebung zurückkehren.
    Von einer Minute auf die andere ist er nicht mehr Kardinal Bergoglio mit Privatleben und relativer Bewegungsfreiheit, sondern Papst Franziskus, der Nachfolger Petri und obendrein Staatsoberhaupt, der in Zukunft nur als Staatsgast seine Heimat wiedersehen könnte.
    Man muss sich dies in seiner Radikalität einmal vor Augen stellen.
    Und dann die Aufgaben, die er in Zukunft zu bewältigen haben wird !!!

    Wie froh und dankbar bin ich, dass ich Clara Franz bleiben darf.
    Ich bin Mitglied des dritten Ordens der Franziskaner und Vorsteherin unserer Ortsgruppe, dazu Schriftführerin einer überregionalen Gruppe in der Diözese.
    Deshalb hat mich die Entscheidung des neuen Papstes, sich Franziskus zu nennen, auch sehr gefreut.
    Als Katholiken sind wir eine große Familie und ihre Mitglieder sollten dieses Gefühl des Zusammengehörens pflegen.
    Beten wir also für das Oberhaupt unserer Familie und für uns alle!

  3. Clara Franz schreibt:

    „….. den damit „verlöschenden Namen“ dessen, den das so schwere Los traf.“
    Ihre Worte waren nicht vollständig angegeben.
    Noch einmal: Sie haben das sehr beeindruckend ausgedrückt!

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