„Wer nicht zum Herrn betet, betet den Teufel an“

Papst Franziskus zitiert Leon Bloy in seiner  ersten Predigt heute in der Messe für die Kirche in der Sixtina.

Drittens, bekennen. Wir können so viel schreiten, wie wir wollen, wir können viele Dinge aufbauen, aber wenn wir uns nicht zu Jesus Christus bekennen, dann funktioniert das nicht. Wir werden ein bemitleidenswertes Ding –[UPDATE: “Diventeremo una ONG assistenziale, ma non la Chiesa, Sposa del Signore.” sagte Papst Franziskus im Original. Also nicht bemitleidenswertes Ding, sondern NGO!!!]– aber nicht die Kirche, die Braut des Herrn. Wenn man nicht voranschreitet, bleibt man stehen. Wenn man nicht auf Felsen baut, was passiert dann? Es passiert das, was Kindern am Strand passiert, wenn sie Sandburgen bauen: alles fällt in sich zusammen und ist ohne Bestand. Wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt – da fällt mir der Satz von Leon Bloy ein: „Wer nicht zum Herrn betet, betet den Teufel an“. Wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt, bekennt man sich zur Weltlichkeit des Teufels, zur Weltlichkeit des Dämons.

Zitat von und vollständig übersetzter Predigttext bei Radio Vatican

Link zum Video:

http://www.kathtube.com/player.php?id=30708

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4 Antworten zu „Wer nicht zum Herrn betet, betet den Teufel an“

  1. Gerd schreibt:

    Ja, er war wirklich gefallen, der Begriff „Teufel“ in einer Predigt, von einem Priester und Bischof, von einem Kardinal und Papst. Warum war ich nur so erschrocken? Vielleicht weil ich gefühlte 50 Jahre nix mehr vom Teufel gehört habe während einer Predigt hierzulande. Irgendwie war ja nicht Gott gestorben, wie Nietzsche feststellte, sondern der Teufel. Wenn er überhaupt jemals existiert hat versteht sich. So landauf landab in den theologischen Fakultäten und von den Predigtstühlen unserer leeren Gotteshäuser in die verschwindende Schar der Gläubigen verkündigt. Da reibt man sich erstaunt die sündenlosen Augen und steltl fest: Das Oberhaupt von 1,2 Milliarden Christen spricht, aufgemerkt, vom TEUFEL! Ja wer war oder ist das nochmal? Der Mörder und Lügner von Anbeginn? Ach ja, Jesus, immerhin der Stifter seiner Kirche, hat solches gesprochen. Jesus? Genau, der Jesus der SEINER Kirche Bestand über die Unterwelt verheißen hat.
    Ich seh sie im Geiste vor mir, die verkrümelten Gesichter der Dialogerbereiten wie sie mit gerunzelter Gesichtsoberseite die Frage in den gestalteten Mittelpunkt werfen: Wie hat das unser neuer Papst gemeint? Wer nicht Christus anbetet, betet den Teufel an. Und dann noch der: Ohne Kreuz gibt es kein Christentum! Begeben wir uns schleunigst aus den Kirchenbesteuerten Dialogmarathon und wenden wir uns dem Herrn und seinem Stellvertreter zu, denn der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht wen er verschlingen kann.

    GOTT SEI DANK, FÜR DÌESEN PAPST!!!!!

    • clamormeus schreibt:

      Und er hat’s heute schon wieder getan.

      Nietzsche irrte, nicht Gott, sondern der Teufel starb. Die von der Gerichtsmedizin haben dank der modernen Technik jetzt eindeutige DNA – Spuren gefunden.

  2. Der „Teufel“, ja – das war ein Zitat von Léon Bloy, dem verstörenden und heute fast vergessenen radikalen Christen, dessen bekenntnishafte Romane vermutlich seit jeher von den meisten Katholiken nur mit spitzen Fingern durchgeblättert wurden, ein Protagonist der Renouveau Catholique.. . – Das alles ist auch und gerade in Deutschland nach 1945 verschüttet worden durch die neue bürgerlich-seriöse Kirche.
    Es wird interessant..

    • clamormeus schreibt:

      Überhaupt ist der Fundus katholischer Literaten des 19. und 20. Jahrhunderts leider sehr „aus der Mode“ gekommen, für Léon Bloy gilt dies besonders.
      Allerdings scheute sich auch Papst Benedikt XVI. keineswegs, vom Teufel zu sprechen oder vor dem Herabsinken der Kirche zum spirituell lackierten Wohlfahrsverein zu warnen.

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