Erneut Verdacht auf Realpräsenz

Kriminalpolizei, Religionsdezernat. Teambesprechung. Fall:  Erneuter Verdacht auf Realpräsenz Christi bei Heiligen Messen.

„Hat ein Zeuge diesen Jesus Christus in der Messe gesehen?“

„Nein. Aber das heißt ja nicht, daß er nicht da war!“

„Stimmt. Möglicherweise war er verhüllt dort! Und die meisten Anwesenden in der Messe waren ganz sicher, daß er da war.“

„Bin ich auch!“

„Der Theologe sagte aber, Jesus habe ein Alibi!“

„Welches?“

„Er saß zur fraglichen Zeit zur Rechten seines Vaters“

„Nannte der Theologe einen Namen?“

„Ja, einen gewissen Josef Zimmermann.“

„Überprüf‘ das!“

„Hab ich schon. Josef Zimmermann starb vor 2000 Jahren. Und der leibliche Vater war er auch nicht!“

„Dieses Alibi ist also geplatzt. Er könnte demnach tatsächlich anwesend gewesen sein.“

„Es spricht einiges dafür! Johnny, Paul, Lena, ihr geht jetzt ab jeden Sonntag zur Messe und behaltet das im Auge. Bis ihr wißt, daß er dort ist“

„Okay, Boss! Und wenn wir ihn identifizieren?“

„Na, dann betet ihr ihn an! Und du Pia,  beobachtest diesen Theologen, ich will wissen, warum er uns anlügt!“

(inspriert vom Detective P.S.S. :-))

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6 Antworten zu Erneut Verdacht auf Realpräsenz

  1. Gerd schreibt:

    Früher war alles besser. Als Jesus diese Worte gesprochen hatte, verließen in viele. Heute ist es so, dass die Theologen dableiben und ihm die Worte im Mund umdrehen. Da wäre es besser sie würden ihren damaligen Kollegen folgen und Jesu Rat annehmen: Wollt auch nicht ihr gehen?

    • clamormeus schreibt:

      Das sollte der Sketch überspitzt ausdrücken: manche ziehen sich immer das raus, was ihnen taugt, verwerfen alles andere und stellen sich dann als Vetreter einer „Tradition“ dar, weil es irgendwann mal (ganz anders geartete) theologische Differenzen darüber gab. So läßt sich’s dann prima aufs Lehramt spucken und die rückständigen Gläubigen, die meinen sie äßen bei der Kommunion ein rohes Steak oder so.
      Das so was pünktlich zu Fronleichnam aufgewärmt wird, ist auch klar, das Volk muß ja gesagt kriegen, wie blöd und abergläubisch unsereiner doch ist, der noch „Adoro te devote“ singt und unproduktiv rumkniet. Wo alles doch modern schon beim Brotmampfen und Weinschlürfen automatisch heilig ist.

  2. Gerd schreibt:

    ICh nehme zurück was ich gesagt habe, dass früher alles besser war. Mir viel ein, dass unter dem Kreuz Jesu auch „Theologen“ standen die den Herrn verspotteten mit den Worten: „Wenn du Gottes Sohn bist, steige herab vom Kreuz. Dann werden wir an dich glauben!“
    Ich gehe jede Wette ein, dass sie nicht geglaubt hätten, wenn Jesus vom Kreuz gestiegen wäre. Das wäre dann ein Zauber und etwas für blöde und rückständige Menschen gewesen. Zum Glück hat Jesus uns versprochen, dass wir, wenn wir in ihm bleiben auf seine Stimme wirklich HÖREN können.

    • clamormeus schreibt:

      Okay, so gesehen: es gab schon immer und gibt immer noch sehr üble Theologen aber auch sehr gute. Wenn das Spatzenpfeifen zutrifft, dürfen wir bald sogar noch eine Enzyklika über den Glauben von einem überragenden lesen ;-)

  3. Andreas schreibt:

    Köstlich, vor allem auch der Dreh am Schluß … :-)))

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