Belebende Fanfaren im Mutterschoß

Zum heutigen Fest Mariä Heimsuchung, das den Besuch Mariens bei Ihrer Cousine Elisabeth feiert, entnehmen wir dem Kalenderblatt des Philip Neri Instituts, daß, während die werdende Mutter des Täufers Maria mit ihrem „Gebenedeit bist du unter den Weibern“ bejubelte und diese mit dem Anfangsvers des Magnificat antwortete, auch der kleine Johannes im Leibe Elisabeths seine erste, stürmisch frohlockende Rede hielt.

Als der Erlöser unseres Geschlechtes zu uns gekommen war, ging er sogleich zu seinem Freunde Johannes, als dieser noch im Mutterschoße verborgen war. Als nun Johannes vom Mutterschoße aus ihn im Mutterschoße erblickte, durchbrach er die Grenzen der Natur und rief: Ich sehe den Herrn, der der Natur Grenzen gezogen hat; ich warte die Zeit meiner Geburt nicht ab. Eine Frist von neun Monaten ist hier nicht nötig für mich; denn in mir ist der, der ewig ist. Ich will heraustreten aus diesem dunklen Zelte, will kurz die wunderbaren Dinge künden. Ich bin ein Zeichen und will die Ankunft Christi anzeigen. Ich bin eine Trompete und will den Heilsplan des Gottessohnes im Fleische kundtun. Als Trompete will ich rufen, will der Zunge meines Vaters Heil bringen und sie dazu bringen, daß sie sprechen kann. Als Trompete will ich rufen und den Schoß der Mutter beleben.

Der trompetenfreie Introitus zum Jubelfest:

Gruß Dir, heilige Mutter, die du geboren den König, der über Himmel und Erde in alle Ewigkeit herrscht. Aus meinem Herzen strömt ein hohes Lied: ich weih mein Werk dem König.

Zum Fest schrieben auch hier die Braut des Lammes und dort der Frische Wind.

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Männlich (ohne Disclaimer). In Kürze mehr (ohne Gewähr).
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