„Herr Erzbischof, wo stehen Sie?“ – fragt die AfD

Der Vollständigkeit halber zu diesem Post hier: Beatrix von Storch von der AfD, hat auf den “ Und weniger als 5% sollt ihr bekommen, da ihr dem Euro lästert“ Fluchpsalm des Erzbischofs von Freiburg gegen ihre Partei, mit einer prägnanten Antiphon geantwortet. Sie lautet wie folgt an:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz,

von Ihnen hätten die deutschen Bürger eine Verteidigung christlicher Werte erwartet. Nun sehen sie mit Erstaunen einen katholischen Bischof, der das Einführen eines Machtstrukturprojektes dem Schutz christlicher Werte vorzieht. Sie warnen vor der Wahl der Alternative für Deutschland (AfD), nicht vor der der Piraten oder der Grünen, die – anders als die AfD – klar unchristliche Werte vertreten.

Eine der Fragen Beatrix von Storchs an den Bischof ist übrigens: „Wo stehen Sie?“

Im Wortlaut zur empfohlenen Betrachtung hier

Ich würde u.a. auch gern wissen, ob der wahlkämpfende Erzbischof in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der DBK mit deren Mandat sprach, oder bzw. in welcher Eigenschaft sonst. Aber auch auf die anderen Antworten auf die sehr naheliegenden Fragen Beatrix von Storchs bin ich gespannt.

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5 Antworten zu „Herr Erzbischof, wo stehen Sie?“ – fragt die AfD

  1. Clara Franz schreibt:

    Es wird nicht einfach für EB Zollitsch sein, gegen die schlüssigen Einwände seitens Beatrix von Storch zu argumentieren.
    Kann er ihre Äusserungen widerlegen, vorausgesetzt, er will das überhaupt?
    Ich bin gespannt, ob und wie er sich aus dieser Situation herausschälen wird.
    Ja, ihre Frage: „Wo stehen Sie“ hätte ich auch gerne einmal beantwortet.
    Aber ganz ehrlich, ahnen wir es nicht intuitiv schon?

  2. Frischer Wind schreibt:

    Tja, wo er steht? In dem Geburtstagsvideo sagt er ja, dass er sich darüber freue, dass Angela Merkel inzwischen Positionen vertrete, die vor einigen Jahren noch die SPD vertreten hätte.

    Und zu den GRÜNEN zitiert ihn im August 2011 „ZeitOnline“:
    :
    Positiv äußerte sich der Freiburger Erzbischof zu den Grünen: „Auch bei den Grünen stelle ich immer wieder Übereinstimmungen mit christlichen Überzeugungen fest“, sagte Zollitsch, „da hat sich sicher einiges verändert seit den Anfängen der Grünen.“ Sie seien „eine Partei, in der viele Christen sich beheimatet fühlen“.
    http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2011-08/zollitsch-katholiken

    Also doch lieber Homo-Ehe. Die Seelsorge für HS des Bistums Freiburg wirbt denn auch – konsequent – für eine (kirchlich untersagte) „Segnumg“ für gleichgeschlechtliche Paare…

    Und Herrn Ministerpräsidenten Kretschmann hält er für einen Vorzeigekatholiken, obwohl der behauptet:
    „Letztlich besteht der Glaube nur aus den Dogmen und Haltungen, die das Kirchenvolk auch tatsächlich glaubt.“
    Wo also steht er? Seine Antwort würde mich auch interessiieren.

  3. clamormeus schreibt:

    Es ist ja heute ungewöhnlich, daß sich ein Erzbischof so direkt zu einer Partei äußert, dazu noch kurz vor der Wahl. Wegen was? Dem Euro!

    Wenn er es dabei noch unterläßt, dies mit Bezügen zur katholischen Lehre zu begründen, oder sogar -a) per Amt, b) durch Funktion in der DBK- suggeriert, nationale Verfaßtheiten seien im Widerspruch zu dieser, hat Frau von Storch mit dem Vorwurf des Amtsmißbrauchs völlig recht. Allein schon deswegen, weil er dann seine privaten politischen Ansichten als Amtsträger öffentlich macht. Und es wäre auch angebracht, daß andere Bischöfe sich dazu äußern, ob dies eine Privatmeinung Zollitschs ist. Man möchte ja bitte wissen, woran man ist. Der Papst warnt davor, daß die Kirche zur NGO verkomme, hierzulande stellt sich nicht selten die Frage, ob man nicht schon direkt zu einer GO verkommen ist.

    Die AfD sollte dran bleiben, falls Herr Zollitsch nicht antwortet, was ich vermute. Hätte der ähnliches über die „Grünen“ gesagt, die aus katholischer Perspektive neben der NPD und den „Linken“ „unwählbarste“ Partei hier, wäre die Presse ausgeflippt, so nach dem Motto: „Klerikalismus wie in den 1950ern!!!“. Bis jetzt schweigt man, selbst Zustimmung würde ja eine Debatte entfachen.

    Jeder Kleriker, erst recht ein Bischof, ist für Äußerungen zu politischen Dingen satisfaktionspflichtig im Sinne der katholischen Lehre, Eine Anfrage, wie sie Beatrix von Storch stellt, wäre allein aus Gründen der persönlichen Ehre zu beantworten.

  4. Clara Franz schreibt:

    Nun wird die AfD von linken Gruppen attackiert, so geschehen in Göttingen.
    Ob das Erzbischof Zollitsch gefallen kann?
    Er kann sehr oft und sehr lieb lächeln, aber kann er auch einmal klug den Mund halten, wo es angebracht wäre.

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