Update zur deutschen Überetzung des „Summorum Pontificum“

In die den auf der Website des Vatikan neben dem lateinischen Original und einer Übertagung ins Ungarische kürzlich eingestellten anderssprachigen Übersetzungen, sind einige Unkorrektheiten enthalten. Bloggerin Frischer Wind machte sich die Mühe, diese aufzulisten und auch die Ursache der Abweichungen darzustellen. Die gewichtigste ist diese hier:
>>Während es in der Originalfassung in Art. 7 heißt „(lat.) non vult“ – „(dt.) nicht will“ heißt es in der deutschen und den anderen genannten Übersetzungen „nicht kann“:
Latein:

Si ille ad huiusmodi celebrationem providere non vult res ad Pontificiam Commissionem “Ecclesia Dei” referatur.

Deutsch:

Wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die Sache der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ mitzuteilen. <<

Bitte hier nachlesen!

Bis zur hoffentlich raschen Korrektur der deutschen Übersetzung bitte also in Artikel 7 das „kann“ als „will“ lesen!

Über clamormeus

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2 Antworten zu Update zur deutschen Überetzung des „Summorum Pontificum“

  1. Clara Franz schreibt:

    Können die Übersetzer nicht „wollen“ von „können“ unterscheiden?
    Welten liegen zwischen beiden Aussagen.
    Fahrlässigkeit oder Absicht?

    • clamormeus schreibt:

      Tja, u.a. Sandro Magister führt das im Ursprung darauf zurück, daß die erste lateinische Fassung selbst von „kann“ gesprochen habe, In der dann rechtsgültig veröffentlichten, war diese merkwürdige Formulierung neben einigen anderen bereits korrigiert, längst vor dem Inkrafttreten im Oktober 2007. Nur merkwürdigerweise steht bei der DBK zwar längst die rechtsgültige lateinische Fassung auf der Website, gleichzeitig aber immer noch die deutsche Übersetzung des Entwurfs, die eben in diesem Punkt etwas wesentlich anderes aussagt. Wieso man nun im Vatican diese falsche resp. ungültige Übersetzung auf die Website stellt, erschließt sich mir nicht. (die englische entspricht annährend dem gültigen Text, die französische ganz, die italienische und die deutsche nicht)

      Ich erklär mir das so: das „kann“ bezog sich im lateinischen Entwurf auf den Fall, daß der Bischof schlicht keinen Priester zur Verfügung hätte, die Feier der FE zu ermöglichen, im Sinne von objektiv „nicht dem Recht entsprechen können“. Dann wird Rom das präzisiert haben, da man ja um „kreative“ Übersetzungen weiß, und das „können“ auch als Gewissensgrund interpretierbar wäre, subjektiv dem Recht nicht zu entsprechen zu müssen.(also ganz im Trend der neoklerikalen 68er Nostalgiker mit eingebautem Lutherbomus ;-))

      Aber wichtig ist hier, daß es sofort korrigiert wird, und dann nicht nur auf deutsch auch richtig dasteht, das ist zweitrangig sondern endlich ohne wenn und aber umgesetzt wird, alles andere ist drittrangig.

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