Papst nimmt Rücktrittsgesuch des Freiburger Erzbischofs an

Nun sucht auch das Erzbistum einen neuen Erzbischof: Papst Franziskus hat den Rücktritt des bisherigen Amtsinhabers Dr. Robert Zollitsch angenommen, der das Gesuch -wie üblich- mit dem Vollenden des 75. Lebensjahres einreichte. In vielen Fällen allerdings weist der Papst dieses Gesuch zurück, wenn ein Bischof signalisiert, daß er sich rüstig genug wähnt, sein Amt noch einige Jahre weiterzuführen. Dies war zuletzt bei den Erzbischöfen Meisner (Köln) und Lehmann (Mainz) der Fall gewesen, die Papst Benedikt XVI. im Amt belassen hatte.

Da auch Robert Zollitsch den Wunsch anklingen ließ, länger das Bischofsamt ausüben zu können, kommt Papst Franziskus Entscheidung doch einigermaßen überraschend. Über die Hintergründe ist noch nichts bekannt. Ob der Vorgang als römisches Stoppschild für den unter Zollitsch eingeschlagenen Kurs des Erzbistums, der von ebenso ausgeprägter wie einseitiger Gesprächsbereitschaft mit kircheninternen Lehramts- Tradition- Vatikan- und Papstkritikern geprägt war, gewertet werden kann, wie viele leidgeprüfte romtreue Katholiken des Bistums nun sicher hoffen, wird sich zeigen. Selbst offen agierende Priesterinitiativen, die sich u.a. zum Verstoß gegen die Sakramentenordnung bekennen und ihre privaten Glaubensüberzeugungen als einzig bindend propagieren, wurden nahezu unbehelligt gelassen.

Als Vorsitzender der DBK wird Dr. Zollitsch turnusgemäß bis März 2014 im Amt bleiben und das Erzbistum Freiburg bis zur Wahl seines Nachfolgers kommissarisch weiterführen.

Nun stehen also Neubesetzungen für gleich zwei große Diözesen an, da auch Kardinal Meisner Ende des Jahres sein Amt aufgibt. Von diesen hängt einiges ab.

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Eine Antwort zu Papst nimmt Rücktrittsgesuch des Freiburger Erzbischofs an

  1. Clara Franz schreibt:

    Aus Ihrem Beitrag:
    „Selbst offen agierende Priesterinitiativen, die sich u.a. zum Verstoß gegen die Sakramentenordnung bekennen und ihre privaten Glaubensüberzeugungen als einzig bindend propagieren, wurden nahezu unbehelligt gelassen.“

    Nicht nur wurden sie nicht behelligt.
    Sie waren sich auch des Bischofs Sympathie für ihre Anliegen sicher.
    Zumindest hat das ein in dieser Gruppe aktiv agierender Priester des Nachbarortes in unserer SE in einer seiner Sonntagspredigten eindeutig so klar ausgesprochen.
    Wörtlich: Erz-Bischof Zollitsch „steht auf unserer Seite!“
    Voilá!

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