Papst Franziskus zu Verrat, Apostasie, Uniformität und Menschenopfern

Es zeugt ja durchaus von Faulheit, die Übersetzung und Zusammenfassung (in dem Fall der Armin Schwibachs) einer Betrachtung (der des Papstes zu Passagen des Ersten Makkabäer) unkommentiert zu vervielfältigen. Aber was müßte dazu noch kommentiert werden?

„Zu dieser Zeit traten Verräter am Gesetz in Israel auf, die viele zum Abfall überredeten. Sie sagten: Wir wollen einen Bund mit den fremden Völkern schließen, die rings um uns herum leben; denn seit wir uns von ihnen abgesondert haben, geht es uns schlecht“ (1 Makk 1,11).

Sie hätten „Verhandlungen“ aufgenommen und seien darüber begeistert. Es sei dies, als sagten sie: „Wir sind die Progressiven, wir gehen mit dem Fortschrittsdenken dort hin, wo alle Leute hingehen“. Dabei handelt es für Franziskus um den „Geist des pubertären Fortschrittsdenkens“, der meint „dass bei allen Entscheidungen ein Vorwärtsgehen besser ist, als in den Gebräuchen der Treue zu bleiben“. Diese Menschen also verhandelten mit dem König „über die Treue zum immer treuen Gott: das ist Apostasie, Ehebruch“. Sie verhandelten nämlich nicht über einige Werte, sondern über das Wesentliche ihres Seins: die Treue zum Herrn.

„Und das ist ein Widerspruch“, so der Papst eindringlich: „wir verhandeln nicht über Werte, sondern wir verhandeln über die Treue. Und genau das ist die Frucht des Teufels, des Fürsten dieser Welt, der uns mit dem Geist der Weltlichkeit voranbringt. Und dann kommt es zu den Konsequenzen. Sie haben die Sitten der Heiden angenommen. Dann noch einen Schritt weiter: der König schrieb seinem ganzen Reich vor, alle sollen zu einem einzigen Volk werden ‚und jeder solle seine Eigenart aufgeben’. Das ist nicht die schöne Globalisierung der Einheit aller Nationen, jede mit ihren Sitten, aber vereint. Das ist die Globalisierung der hegemonialen Uniformität, das ist gerade das Einheitsdenken. Und dieses Einheitsdenken ist Frucht der Weltlichkeit“.

(…)

Franziskus erinnerte an den Roman „Der Herr der Welt“ des britischen Geistlichen Robert Hugh Benson aus dem Jahr 1907. Dieses Werk setze sich gerade mit jenem Geist der Weltlichkeit auseinander, der zur Apostasie führe. Heute meine man, so die Warnung des Papstes, dass „wir alle wie alle sein müssen, dass wir normaler sein müssen, wie das alle tun, mit diesem pubertären Fortschrittsdenken“. Und dann „geht die Geschichte weiter: die Todesurteile, die Menschenopfer“. „Ihr aber“, fragte Franziskus, „denkt ihr, dass heute keine Menschenopfer dargebracht werden? Sie werden dargebracht, viele! Und es gibt Gesetze, die diese schützen“:

Hier zum Originaltext

Anmerkung: Robert Hugh Benson bekam vor allem wegen des oben von Papst Franziskus erwänhnten Romans „Der Herr der Welt“ von Pius X. den Rang eines Ehrenprälaten verliehen

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