Lilie unter Dornen, Spiegel ohne Makel

Zum Fest Unbefleckten Empfänfnis der allerseligsten Jungfrau Maria

Wenn man Jesus Christus ausnimmt, gab und gibt es nur drei Menschen, die ohne den Makel der Erbsünde existierten: Adam, Eva und eben die Heilige Jungfrau Maria. Und letztere ist die einzige, die ohne Erbsünde empfangen und geboren wurde, die biblischen Stammeltern wurden ja direkt von Gott erschaffen. Die Folge deren Ursünde, vom Baum der Erkenntnis zu essen, weil sie sich von der Schlange verführen ließen, von der Aussicht, sie selbst würden sein wie Gott, gingen im Makel der Erbsünde bis heute auf all ihre Nachfahren über.

Nicht nur die Strafen dafür wohlgemerkt, angefangen mit der Vertreibung aus dem Paradies, sondern auch die Versuchung durch diese Sünde, nämlich Gott nicht zu dienen und selbst wie Gott sein zu wollen, derem Urheber Luzifer der Erzengel Michael sein „Quis ut Deus?“ entgegenschmetterte, bevor er ihn unwiderruflich in die Finsternis hinabstieß, gehört bis heute zum irdischen Dasein aller Menschen, von dessen Makel uns durch Christus Erlösungsopfer nur die heiligen Sakramente, allen voran und entscheidend das der Taufe reinigen können.

Nur Maria wurde von Jesus Christus als einzige vorerlöst. Und nun ist es jene Frau, die bei den Katholiken als die gottesfürchtigste, gottesnächste aller Menschen verehrt und geliebt wird, als Gottesmutter, als Urbild unserer Kirche, als mächtigste Fürsprecherin, als Trösterin, als größte Hoffnung, die einst den endgültigen Triumph über das Böse besiegeln wird, die von der Versuchung, Gott gleich zu sein, selbst Gott sein zu wollen, als einzige ausgenommen wurde. Insofern war sie der Mensch, der am wenigsten von allen im Sinne des luziferischen Aufbegehrens „göttlich“ war, und andererseits im Sinne der ursprünglichen Gottesebenbildlichkeit des Menschen der menschlichste überhaupt.

Das Dogma von 1854 beruht nicht auf der Offenbarung , sondern wurde sozusagen aus ihrem Auswerwähltsein rückgeschlossen , vom Heiligen Geist Gott zu empfangen und Jesus in seiner Menschnatur zu gebären. Die Einzelheiten sind hier bei „Frischer Wind“ zu lesen.

Geglaubt und gefeiert wurde die makellose Empfängnis der Maria aber längst, das heutige Jubelfest läßt sich bis ins 6. Jahrhundert nachweisen.

Hier der Introitus Gaudens gaudebo:

„(Is, 61,10) Voll des Frohlockens bin ich im Herrn, und meine Seele jauchzt auf in meinem Gott; denn er hat mich gekleidet in Gewänder des Heiles, hat mich umhüllt mit dem Mantel der Gerechtigkeit wie eine Braut im Schmucke ihres Geschmeides. (Psalm 29,2) Dich will ich preisen Herr; denn du hast mich in Schutz genommen und ließest meine Feinde nicht frohlocken über mich.“

Allen ein gesegnetes Fest und auch einen schönen 2. Adventssonntag!

Über clamormeus

Männlich (ohne Disclaimer). In Kürze mehr (ohne Gewähr).
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