Auch das noch: Papstlob eines Tibeters wegen Ponk- und Prutzbischof!

Wenn sich einer im Detail schon so äußert…

Eure Heiligkeit, Sie sind der beliebteste geistliche Führer der Welt. Jetzt haben Sie einen Konkurrenten in Rom.

Das ist toll. Wir brauchen nämlich neue Führer, die mit beiden Beinen auf der Erde stehen. Geistliche neigen dazu, in ihrem eigenen Kokon zu leben. Wir müssen aber mit der Öffentlichkeit kommunizieren. Ich habe gerade Papst Franziskus geschrieben, nachdem er diesen deutschen Bischof suspendiert hatte. Wie hieß der noch?

Tebartz-van Elst.

Aha, ja. Das war eine sehr gute Entscheidung. Man muss manchmal hart durchgreifen, um die Kirche zu schützen. Wenn Religionsführer Einfachheit predigen, sollten sie selbst auch so leben.

…braucht man sich über seine Aussagen zum Allgemeinen auch nicht mehr wundern:

Es gibt nun mal verschiedene Religionen auf diesem Planeten, und damit auch verschiedene Wahrheiten. Das muss man akzeptieren. Aber alle verfolgen doch die gleichen Werte und Ziele: Toleranz, Mitgefühl, Liebe, Vergebung, Bescheidenheit. Nur die Methoden unterscheiden sich.

Tja, wenn alles wahr und gut ist, braucht man sich von Tatsachen anscheinend nicht mehr belästigen zu lassen, z. B. von syrischen oder eben hessischen und römischen. Und man bleibt auf diese Weise sicher immer bei vielen beliebt, weltweit.

Wer? Bitte hier entlang

Gestern ein Queermagazin, nun ein Lama. Armer Franziskus, und diesmal ist er völlig unbeteiligt, zu Tebartz van Elst hat er sich definitiv nicht öffentlich geäußert bisher.

Erkenntnis des Jahres 2013: Lob scheint allmählich ein Fall für den katholischen Katechismus zu werden. „Falsch Zeugnis ablegen tut man durch verleumden oder durch verloben(sic!)“

Über clamormeus

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2 Antworten zu Auch das noch: Papstlob eines Tibeters wegen Ponk- und Prutzbischof!

  1. Cinderella01 schreibt:

    Erstaunlich, dass sich der Dalai Lama um einen Bischof am (für ihn) Ende der Welt kümmert. Vor allem, dass er besser informiert ist als alle anderen, was in Limburg vorgegangen ist. Sehr interessant, wirklich.
    Aber er könnte dem Papst mal einen Gefallen tun, und Wisiniki usw. erzählen, was er vom Zölibat, Frauenordination, Kindermönchen usw. hält. Die würden vielleicht staunen…
    Allerdings muss man ihm lassen, er hat nix gegen Reiche und lässt es deshalb auch zu, dass für seine Seminare bzw. „Predigten“ immer sehr viel Eintritt gezahlt wird……

    • clamormeus schreibt:

      Ja erstaunlich, daß sich jetzt auch östliche Weisheiten anscheinend aus FAZ, SpOn und Bild speisen. Am Ende wird der arme verleumdete Bischof Franz Peter noch eine Gleichnisfigur als Schurke in asiatischen Parabeln…:)

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