Zum Fest der Unschuldigen Kinder

In der dichten Fülle der Weihnachtsliturgie, wird unmittelbar nach der Geburt Jesus Christus das Fest des Erzmärtyrers Stephanus und tags darauf dem Evangelisten Johannes gedacht. Der Apostel, jener Jünger, den Christus besonders liebte, zeigte uns den Weg jener innigen, bis dahin unbekannten personalen wie persönlich liebenden, minniglichen Gottesbeziehung, jenes jedem ganz anders und eigen begegnenden und sich enthüllendem Mysterium der Nachfolge Christi. In jeder überlieferten Messe wird der gesendeten Gemeinde und jedem Einzelnen darin der Prolog seines Evangelienberichts zum Geleit mitgegeben.
Der heilige Stephanus als erster echter christlicher Märtyrer zeigte auf, daß christliche Nächsten- und Feindesliebe immer mit dem bedingslosen Bekenntnis und der Verkündigung, also der Wahrheit verbunden sind.

Die persönliche Nachfolge Christi und die Bereitschaft, Mißverständnisse und sogar Haß anderer für den Glauben zu ertragen, standhaft zu bleiben, unter Umnständen sogar sein Leben dafür opfern zu müssen, so wie wir es in der Firmung versprechen, sind also zwei der Attribute, die durch die Geburt Christi mit in die Welt kommen.

Dem folgt heute das Fest der Unschuldigen Kinder, das jener unter König Herodes hingeschlachteten Knaben gedenkt, der diese Gräueltat anordnete, um eben den verheißenen Messias zu töten, nachdem ihn die drei Magoi über den Aufenthaltsort der Heiligen Familie getäuscht hatten. Ein Engel hieß Joseph, sofort nach Ägypten zu fliehen und dort bis zum Tode des Herodes zu bleiben. So gesehen waren diese kleinen Knaben die ersten, die unschuldig wegen des mörderischen Hasses auf Christus ermordet wurden. Hier weiteres im Beiboot

In unseren Zeiten wird dieses biblische Geschehen immer wieder mit der massenhaften Tötung noch ungeborener Kinder im Mutterleib assoziiert, die Jahr für Jahr seit der Liberalisierung der Abtreibung Menschen in Dimensionen der Einwohnerzahlen ganzer Länder ums Leben bringt, allein in Deutschland sind es p.a. über 100 000. Erst vor einigen Wochen konnte auch dank und vor allem wegen des Einsatzes der Initiative „One of us“ mit knapper Stimmenmehrheit im Europaparlament verhindert werden, daß die Massentötung in jeder Beziehung unschuldiger noch Ungeborener gar in den Rang eines verbindlichen Menschenrechtes (!) für alle EU-Länder erhoben wurde.
Prompt wurden daraufhin u.a. in Italien Kirchen von „Feministinnen“ angegriffen, auch die sogenannte „Femen“-Bande, Frauen, die von einem Mann gesteuert ihre dreiwörtigen Sprechblasen auf den entblößten Oberkörper gekritzelt Politikern und immer wieder in Kirchen unter hysterischem Gebrüll den Anwesenden aufdrängen.
Auch die Aktion eines Gangmitgliedes zu Weihnachten im Kölner Dom, das sich erdreistete, sich mitten in der Feier des Mette auf dem Altar zu exibithionieren steht in diesem Kontext und ist mitnichten als Entgleisung einer psychisch labilen strotzdummen geltungsgeilen Prollgöre zu bewerten -auch wenn sie eine sein sollte- sondern ist Teil strategischer gezielter krimineller Angriffe christenhassender Netzwerke unter anderem auf die Religionsfreiheit und auf jede Stimme, die sich der industriealisierten Ungeborenentötung und grenzenloser „sexueller Selbstverwirklichung“ entgegenstellt. Die Ideologie ist heute eine andere, der Typus hingegen ist u.a. aus der ersten Hälfte des 20. Jhdts. bekannt
Wir sind also in vieler Hinsicht gefordert, dem entschieden entgegenzutreten.

(Später noch eine gute Predigt zum heutigen Fest)

Über clamormeus

Männlich (ohne Disclaimer). In Kürze mehr (ohne Gewähr).
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