Typisch deutsche Arroganz – oder!?

CLAMORMEUSPRESS: Ihr Mitbruder, Kardinal Maradiaga, hält als Mitglied des C8 Kardinalgremiums offenbar nicht viel von der Autorität der Kirche.

MÜLLER: (lacht) Ich habe es gelesen, ja. Und ich dachte: „Okay, vielleicht bist Du Häretiker, vielleicht aber auch nicht.“ Ich meine, ich verstehe ihn: Er ist aus Honduras – ja, ich muss das sagen, er ist obendrein nicht mal Professor, geschweige denn ein deutscher Theologieprofessor. In seiner Mentalität gibt es nur Relativismus und eitle Anbiederung, das war’s. Aber ich sage: „Die Welt, mein Bruder, die Welt ist nicht so. Du solltest ein wenig standhaft werden, wenn du andere Stimmen hörst, damit du nicht nur zuhörst und sagst, klar, die Wand hier reißen wir ein.“ Also, ich glaube, er wird dahin gelangen, die Ansichten der Kirche zu verstehen. Aber jetzt ist er halt noch am Anfang, hört bloß auf seinen Beraterstab.

Das ist ja wohl die Höhe!

…O Pardon, da sind beim Setzen die Namen etwas durcheinandergeraten. Viel mehr aber auch nicht. [ Hier die Passage aus dem Kölner Stadtanzeiger:

Ihr Mitbruder, Kardinal in spe Gerhard Ludwig Müller, hält als Präfekt der Glaubenskongregation offenbar mehr von der Autorität der Kirche.

MARADIAGA: (lacht) Ich habe es gelesen, ja. Und ich dachte: „Okay, vielleicht hast Du Recht, vielleicht aber auch nicht.“ Ich meine, ich verstehe ihn: Er ist Deutscher – ja, ich muss das sagen, er ist obendrein Professor, ein deutscher Theologieprofessor. In seiner Mentalität gibt es nur richtig oder falsch, das war’s. Aber ich sage: „Die Welt, mein Bruder, die Welt ist nicht so. Du solltest ein wenig flexibel sein, wenn du andere Stimmen hörst, damit du nicht nur zuhörst und sagst, nein, hier ist die Wand.“ Also, ich glaube, er wird dahin gelangen, andere Ansichten zu verstehen. Aber jetzt ist er halt noch am Anfang, hört bloß auf seinen Beraterstab. ]

Hier zum auch sonst befremdlichen (?)  Originalinterview mit Maradiaga, der eigentlich selbst ganz deutsch rüberkommt, nicht „typisch“, aber so wie einige seiner Episkopenbrüder kollegen der DBK, deren barmherzige Scheckbuchpastoral bei ihm anscheinend recht gut ankommt.

Es stellt sich langsam die Frage, wann das Amt des Präfekten der Glaubenskongregation endgültig offiziell zu dem des vatikanischen Hof Hotelloungenarren umgewandelt wird.

Sidekick Müller als Stichwortlieferant für dümmliche Pointen von Bischofsentertainern über das katholische Lehramt – wurde er dafür im Amt bestätigt?

Beantworten kann das am besten der, von dem Maradiaga meint, er wolle „die Kirche in die Richtung führen, in die er selbst vom Heiligen Geist getrieben wird“.

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