Fingerübung zum Comeback

So lang wollte ich gar nicht wegbleiben hier. Jetzt fällt es schwer. Am Sonntag habe ich eine gute Predigt, in puncto Weizen und Unkraut gehört. Da hieß es, sinngemäß und unbotmäig verkürzt jetzt: „Kümmert euch nicht um das Unkraut, euer Job ist zu wachsen, kümmert euch also nicht drum. auch wenn das Feld so aussieht, als säße der Bauer nur im Wirtshaus, statt jemals im Traktor. So ist es prophezeit: Vor der Trennung bei der Ernte ist da nichts anderes drin.“

Das hat mich nun immerhin davor bewahrt, den ein oder anderen Post nicht in meinem Entwurfspeicher zu belassen. Und das waren einige in den letzten Tagen. Aber einfachmal Jesaja zitieren, – hey, im deutschen Text der Eineheiitsübersetzung, mehr Kollektivismus , mehr Mehrheit geht nicht!- wird man ja wohl noch dürfen! Ich erbitte dafür keine Akzeptanz und gestatte mir desweiteren die Aussage, daß wer Akzeptanz für sich einfordert, womöglich noch staatsgesetzlich vorgeschrieben, nur ein absolut mieser Charakter sein kann, egal um was es geht. Also bitte ich um Toleranz.

Nun aber Jesaja 28, 7-15

Sogar diese hier schwanken, berauscht vom Wein, und taumeln, betäubt vom Bier. Priester und Propheten schwanken vom Bier, sind überwältigt vom Wein. Sie taumeln vom Bier, sie schwanken bei ihren Visionen, sie torkeln, wenn sie ihr Urteil verkünden. Alle Tische sind voll von Erbrochenem, sind voll von Kot bis auf den letzten Fleck. Wen will der Mann denn Erkenntnis lehren, wem das Gehörte erklären? Kindern, die man eben von der Milch entwöhnte, die man gerade von der Brust nahm? Was soll sein Gestammel, sein Papperlapapp, sein Geschwätz bald hier, sein Geschwätz bald dort? Ja, mit stammelnder Lippe und fremder Zunge redet er künftig zu diesem Volk. Er hatte zu ihnen gesagt: So findet ihr Ruhe; gönnt doch den Müden die Rast, hier ist der Ort der Erholung. Sie aber wollten nicht hören. Darum ergeht das Wort des Herrn an sie in Form von Gestammel, von Papperlapapp, von Geschwätz bald hier und Geschwätz bald dort, damit sie gehen und hintenüberfallen, damit sie sich verfangen und verstricken und schließlich zerschellen. Darum hört das Wort des Herrn, ihr Spötter, ihr Sprüchemacher bei diesem Volk in Jerusalem. Ihr habt gesagt: Wir haben mit dem Tod ein Bündnis geschlossen, wir haben mit der Unterwelt einen Vertrag gemacht. Wenn die Flut heranbraust, erreicht sie uns nicht; denn wir haben unsere Zuflucht zur Lüge genommen und uns hinter der Täuschung versteckt.

Brückenbauer zur Moderne meinen, es könne aber auch am Sekt liegen, Aggiornamento halt. So oder so rum. das ist alles so scheiß Schnaps diskriminerend. Wir können doch heute einfach nicht mehr sagen, daß man mit viel Schnaps intus nicht in Gestammel und Geschwätz verfallen könne und auch über Dope müssen wir uns Gedanken machen. Wein, Bier, Sekt, das ist alles sicher nicht veränderbar, aber wir können heute nicht einfach mehr sagen, daß Schnaps Sünde ist.

Also traut euch, alles ist besser als euer neues synthetisches Ecstasyzeug Barmopastoral Forte. Das üble Zeug gaukelt euch doch nur vor, der 11. Februar 2013 sei der Liberation Day. Dem ist nicht so. Seht es ein. Wenn nicht, greift zum Wässerchen. Noch besser wäre einfach Wasser.

Nehmt, was euch hilft, das euch, wenn ihr nur Mist zu sagen habt, schweigen lehrt. Wenigstens das.

Ja bitte, mehr barmherzige Pastoral erwartet ja kaum einer mehr!

Über clamormeus

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