Romano Guardini hat Geburtstag

Doppelten Dank an Andreas von pro spe salutis: er hat mich an den heutigen Geburtstag von Romano Guardini erinnert, den ich sonst garantiert verpennt hätte und er hat auch eine schöne Hommage zum Anlaß verfaßt, in der sich einiges wiederfindet, was auch mich in lebenslangem Dank diesem großen Geist verbindet. Das näher auszuführen, gelingt heute nicht mehr. (empfehle für jetzt meine wenigen Beiträge hier an, in der Suchfunktion unter „Guardini“ .)

Ob das geht, das Glas heben, um jemandem, der hienieden nicht mehr unter uns weilt, einen Toast auszusprechen, selbst unter Verwendung der dafür wohl am besten geeigneten britischen Form des Prosit „Bottoms up!“?

Versuchen tu ich’s jetzt, und falls Andreas noch wach ist… Auf Romano?

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2 Antworten zu Romano Guardini hat Geburtstag

  1. Ester schreibt:

    Nee das nenn ich aber Zufall, weil ich grad eben mit einem guten Freund eine Diskussion zur Lage von Kirche und Nation hatte, und da mal wieder mein absolutes Lieblingszitat von Guardini an den Mann gebracht habe, es stammt aus „Ende der Neuzeit“ und wird für mich, immer mehr zu einem Kompass es lautet:

    Wenn wir die eschatologischen Texte der Heiligen Schrift richtig verstehen, werden Vertrauen und Tapferkeit überhaupt den Charakter der Endzeit bilden. Was umgebende christliche Kultur und bestätigende Tradition heißt, wird an Kraft verlieren. Das wird zu jener Gefahr des Ärgernisses gehören, von welcher gesagt ist, daß ihr, »wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten erliegen würden« (Mt 24,24). Die Einsamkeit im Glauben wird furchtbar sein. Die Liebe wird aus der allgemeinen Welthaltung verschwinden (Mt 24,12). Sie wird nicht mehr verstanden noch gekonnt sein. Um so kostbarer wird sie werden, wenn sie vom Einsamen zum Einsamen geht; Tapferkeit des Herzens aus der Unmittelbarkeit zur Liebe Gottes, wie sie in Christus kund geworden ist. Vielleicht wird man diese Liebe ganz neu erfahren: die Souveränität ihrer Ursprünglichkeit, ihre Unabhängigkeit von der Welt, das Geheimnis ihres letzten Warum. Vielleicht wird die Liebe eine Innigkeit des Einvernehmens gewinnen, die noch nicht war. Etwas von dem, was in den Schlüsselworten für das Verständnis der Vorsehungsbotschaft Jesu liegt: daß um den Menschen, der Gottes Willen über Sein Reich zu seiner ersten Sorge macht, die Dinge sich wandeln (Mt 6,33).

  2. Andreas schreibt:

    Der Zeiger hat die Mitternacht zwar schon überstrichen, aber bei so einer reizvollen Ermunterung muss man jetzt doch noch zum Kühlschrank schleichen und mitprosten! (Da liegt seit Weihnachten eine Dose Prosecco drin, gewiss alles andere als die angemessene außerordentliche Form, aber wenn man ohnehin schon zu spät anstößt, muss man dem geschenkten Gaul auch nicht mehr ins Maul schauen … ;-)

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