Retrowürstchen

Der wahre Tradi ahnt es: das Wurschtita Conch oder wie dasx heißt, dasx sich womöglich als Mann nicht traut, einen Bart öffentlich zu zeigen, ist auch nur einx Opfer der Liturgiereform. Das da kam nämlich 1970 (!) raus und wurde, ungeachtet der „Tatsache“, daß man so was „damals“ gar nicht sagen durfte, ein Nummer 2 Hit in Deutschland. Ob der ESC Sieger nun den Bassisten oder den Keyborder nacheifert, ist nicht bekannt

Ich hätte spontan auf Marcel Duchamps schnurrbärtige Mona Lisa getippt, ungefähr in selbiger Zeit gefertigt, als die Lesbe Claire Waldoff mit „Hannelore“ einen Gassenhauer landete, wo man so was noch nicht mal denken durfte.

Ebensowenigwenig ist bekannt, ob Männer einst mit der Erfindung des Rasierzeug auf die Provokation durch weibliche Bartträgerinnen reagierten. Sicher ist aber, was von katholischen Priestern aber auch Publizisten zu halten ist, die sich jetzt schon über das „Er schuf sie als Mann und Frau“ hinwegsetzen.

Irgendwie wird mir sehr unbehaglich in Zeiten, wo das Retro vom Retro vom Retro als neuester Schrei der Toleranz angepriesen wird.

Von anderer Warte betrachtet trifft’s dies gut, während das hier zwar eine nicht uninteressante Bilddeutung ist, aber vielleicht einem Schlagerfuzzi in Sachen strategischem Denken womöglich etwas zuviel der Ehre antut.

Und letztlich, das Pelling der saussage ist auch noch einem katholischen Original nachempfunden. 12 Points.

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