Sancte Michael Archángele, defénde nos in prǽlio

Ich habe letztes Jahr das zum Fest des Heiligen  Michael geschrieben. Und freue mich heute über diesen Text von pro spe salutis . Und auch darüber, daß der Papst das Michaelsgebet heute ausdrücklich anempfohlen hat. Es wurde im Rahmen der „Leonischen Gebete“ nach jeder stillen Messe ab 1884 gebetet, was meines Wissens im Zuge der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanum aufgehoben wurde. Erhalten hat es sich in den meisten Werktagsmessen, die nach dem Missale von 1962 zelebriert werden.

Der heilige Michael ist nicht nur der Patron Deutschlands, sondern war auch Beschützer des Alten Bundes und ist auch der des Neuen Bundes, ebenso der der vom sterbenden Leib scheidenden Seelen. „Die heilige Kirche ruft ihn namentlich in den Kämpfen mit den Feinden Christi an“ heißt es zu seinem Fest im Schott – Meßbuch. Das könnte erklären, warum es in den meisten Pfarreien nicht mehr gebetet wird. „Non serviam“ -ich werde nicht dienen- (Gott)- war schließlich das Credo des von Michael besiegten Luzifers. (Dank an @Geistbraus für den Hinweis, s- Combox)

Viele gute Gründe also, das Gebet, und wenn auch im stillen Kämmerlein oder in der U-Bahn zu sprechen, in diesen Zeiten dazu mehr denn je.

„Preiset den Herrn ihr all Seine Engel, ihr Gewaltigen, die ihr Seinen Willen vollzieht, sobald ihr vernehmt sein gebietendes Wort“ lautet es im Introitus, hier in einer anscheinend teils libanesichen Fassung

Und überhaupt sollten wir häufiger die Engel bitten, ihrer Ordnungen hat sich der Geistbraus hier angenommen.

Über clamormeus

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5 Antworten zu Sancte Michael Archángele, defénde nos in prǽlio

  1. Korinthenkacker schreibt:

    „Non serviam“ ist allerdings Futur, und soviel ich weiß, bezieht es sich vor allem darauf, dass Luzifer als Erzengel nicht dem Menschen Jesus Christus dienen wollte…?

    • clamormeus schreibt:

      Ja, danke.

      Die Geschichte,die ich kenne ist die, daß Luzifer generell nicht einsah, daß Gott den Menschen als sein Ebenbild ansah und derart mit Gnaden überhäufte, obwohl die Engel weitaus vollkommerne Wesen waren. Er verachtete die Menschen und verweigerte den von Gott aufgetragenen Dienst an ihnen. (gehe mal auf Quellenjagd)

    • clamormeus schreibt:

      Hier ein Text
      Die Geschichte der Engel
      Der Engelsturz und seine Auswirkung
      auf uns Menschen,
      Ursachen, Hintergründe und Folgen

      zu dem es heißt: >>Die Lebensbeschreibung der Schwester Maria von Agreda sowie Einzelheiten über ihre erhaltenen Offenbarungen.
      Das Imprimatur hat das erzbischöfliche Ordinariat Salzburg
      am 31. Mai 1954, Zl. 1311 für das Gesamtwerk erteilt.<<
      http://www.engelsturz.de/de.html

      Danach richtete sich die Rebellion zunächst gegen Gott und eskalierte tatsächlich durch die (im Himmel schon offenbarte, spätere) Menschwerdung des Wortes, aber auch durch den Haß und Neid auf Maria. Bei Erschaffung Adam und Evas dehnte sich das auf die ganze Menschheit aus. (also sehr verkürzt zusammengefaßt)

      • Geistbraus schreibt:

        Wobei ich mich bei der ganzen Sache immer gefragt habe, ob sich da nicht die Katze in den Schwanz beißt. Wenn Gott den Engeln sagte, dass der Sohn Mensch werden würde, setzte Er ja den Sündenfall voraus – sonst bräuchte es das Kreuzesopfer des Menschensohns nicht. Der irdische Sündenfall wurde aber erst durch den Abfall Luzifers möglich. Und Luzifer fiel ab, weil Gott den Engeln sagte, dass der Sohn Mensch werden würde. Hatte dann Luzifer eine Alternative zu seiner Rebellion? Denn wenn keine Engel abgefallen wären und das Böse nicht in die Welt gekommen wäre, hätte es auch keinen Sündenfall gegeben, die Menschwerdung Gottes wäre nicht nötig gewesen und Gott hätte sie den Engeln gar nicht ankündigen können. Gott ist natürlich außerhalb der Zeit und weiß alles, was zu allen Zeiten passiert. Trotzdem ist die Angelegenheit m.M. aus unserer geschöpflichen Sicht irritierend…

      • clamormeus schreibt:

        Ja ist irritierend. Dann hat Gott nach irdischer Logik gewußt, wie sich a) Luzifer und b) Adam und Eva entscheiden würden. Aufzulösen wär das wirklich nur so wie Du sagst, daß Gott die Entscheidungen vorher kennt, mag auch der Wille tatsächlich frei gewesen sein. Dann aber entsteht nach menschlichem Ermessen wirklich das Paradoxon, daß Du ansprichst, daß nämlich Luzifer gegen das aufbegehrt, was zur Rettung der Folgen seiner -menschlich gesehen künftigen- Entscheidung erst gerettet werden muß.

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