Wiederannäherung an stilvollere Formen des Rants

Neben den einschlägigen Ressentiments gegen die katholische Tradition. sehe ich gewisse sich als verdient  exponierende und wichtig wähnende Vertreter derselben als Gefahr für diese an.

Jeder prüfe, welche Federführungsschaft oder auch nur Gesellschaft bestenfalls fragwürdiger Charaktere er in Kauf zu nehmen bereit ist, für sein Anliegen. Ich habe für mich entschieden: ich brauche weder Popstars noch deren Zuträger noch Popfestivals der Tradition.

Eine liebe Freundin sagte kürzlich dazu sarkastisch, man könne auch Katholik sein, ohne Christ zu sein. Wie wahr, und es gilt für das ganze Spektrum der Kirche, auch dem Teil der Traditionsverbundenen. Es sind wenige, bei denen ich konkret eine solche These wagen würde, aber diese wenigen sind überproportional exponiert. Die können dabei durchaus emsig, engagiert. in organisatorischen Dingen verdienstvoll sein

Zum Träumen oder auch nur um nonchalant über gewisse Wahrnehmungen hinwegzusehen habe ich zuviel Einblick in übelste Machenschaften an mehreren Schauplätzen dieser Republik bekommen, und ich wende mich definitiv ab von Leuten, die vor keiner Verleumdung, keinem Königssturz, vor keiner Brutalität zurückschrecken. die sogar vom schieren Vernichtungswillen getrieben scheinen, wenn ihre Eitelkeit und Geltungssucht, wenn ihre Rolle auf einer Bühne für ihr Ego, zu der sie die Sache, für die sie einzutreten behaupten, gemacht haben, ein paar Kratzer bekommen könnte und als idealistische Folie dafür tatsächliche oder vermeintliche Verfehlungen anderer benutzen, wie überhaupt das frustrierte „Anti“ wichtiger zu sein scheint als die Liebe zum Vertretenen.

Wie auch immer,  die Tradition braucht leidenschaftliche, kluge und gute Vertreter, die es ja durchaus gibt und – Deo gratias- nicht selten.. Was allerdings die Tradition der organisierten Vertretung der Tradition angeht, muß ich sagen: Prüfet alles (und alle), behaltet nur das Gute! Egal, welche Menschen guten Willens diese Art der Tradition begründeten und ihrer Mitstreiter, die zweifellos viel Ehrenwertes erkämpften.

Im Zweifel jedenfalls, möchte ich lieber um Zufall bitten, wie ich dem Anliegen auch jenseits von Vereinen u.ä. gerecht werden kann.

Ja, ja, siehe Überschrift, ich übe ja noch.

 

 

 

 

Über clamormeus

Männlich (ohne Disclaimer). In Kürze mehr (ohne Gewähr).
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Wiederannäherung an stilvollere Formen des Rants

  1. Geistbraus schreibt:

    Das Problem mit so allgemein gehaltenen Kommentaren ist halt nur, dass die Angesprochenen, selbst wenn sie das lesen, sich wahrscheinlich nicht angesprochen fühlen…

    • clamormeus schreibt:

      Stimmt schon, aber damit kann und muß ich für jetzt leben.

      Erst recht, da ja die von solchen Machenschaften je Betroffenen es selbst nicht öffentlich konkretisieren (wofür es natürlich beste Gründe gibt). Ich denke ohnhin, daß mit öffentlichen Schlammschlachten der jeweiligen Sache ohnehin eher nicht gedient wäre, um es vorsichtig zu sagen.

    • Tarquinius schreibt:

      Puh, ich hab mich nämlich irgendwie schon fast angesprochen gefühlt, aber dann kann ich ja nicht gemeint sein!

  2. Marienzweig schreibt:

    Ich habe jetzt auch nicht verstanden, welche Menschen und Situationen Sie genau
    meinen.
    Aber wahrscheinlich ist es im Moment auch nur für Sie wichtig, sich darüber klar zu werden.

    • clamormeus schreibt:

      Wenn es nur mich anginge, hätte ich es gar nicht erst erwähnt:-)

      Sagen wir es so, es hat sich durch aktuelle konkrete Geschehnisse etwas verdichtet, was mich schon lange irritiert, ganz allgemein in der Kirche und woanders auch
      Die Diskrepanz zwischen hehren Zielen und konkretem Verhalten stört mich unter Katholiken mehr. Im Konflikt erst allein mit dem Bruder reden, dann ggf. mit Schlichtern, erst dann vor die Gemeinde? Kommt allzuoft nicht in den Sinn. Stattdessen: ich hab einen Grund gefunden, gegen den oder den vorzugehen, der mir am Lack kratzen will, oder dem ich einfach nur etwas neide;rede mit Spezln dann schlecht über, nicht mit ihm, und heuchle, bis die Sache durch ist, vor ihm und vor der Gemeinde. Und wenn es vollbracht ist, wirf ihm vor der Gemeinde erfundenen Dreck hinterher, die Gemeinde ist ja blöd genug, daß sie es glaubt.

      Tja, stimmt, insofern muß ich mir drüber klar werden, ob ich solchen Charakteren auch nur noch graduell (sic!) ihre propgaierten hehren Ziele abnehme.

      • Marienzweig schreibt:

        Ist das nicht allgemein menschliches Verhalten, unabhängig ob katholisch, traditionell katholisch oder liberal katholisch, evangelisch oder gar nichts?
        Hängt es also nicht auch mit uns, unserem Charakter und dem des anderen zusammen?

      • clamormeus schreibt:

        Ja, gibt es überall. Muß aber von mir aus überall nicht sein. Und „bei uns“ stört es mich noch mehr, als anderswo.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s