Die unheimliche Macht der Bilder – Vorwort

Nicht nur in Internetforen ist die Debatte um das Publizieren von Photos, die Menschen in in verzweifelten, entwürdigenden Situationen, oder sogar als Todesopfer abbilden, erneut aufgeflammt. Nach den in Photos und Videos dokumentierten Schlächter- Folter- und Vergewaltigungsexzessen des „Islamischen Staates“, die massenhaft im Internet verbreitet wurden, nicht nur in den „sozialen Medien“ sondern auch auf Webportalen manch großer Zeitungen und Nachrichtensender, scheiden sich die Geister nun am Photo eines beim von Schleppern organisierten Fluchtversuchs im Meer ertrunkenen dreijährigen Jungen, der leblos am Strand liegt.

Befürworter der Verbreitung solcher Bilder führen vor allem das Argument des Aufrüttelns und des Konkretisierens, wenn man so will des Personalisierens des erschütternden oft herzzereißenden Leids ins Feld.

Gegner sehen die Würde des oder der abgebildeten Menschen verletzt und warnen zudem vor den Gefahren der Instrumentalisierung, der Emotionalisierung von Debatten, sowie auch auf die heutzutage allgegenwärtige Tatsache der Manipulation, Inszenierung und Kontextualisierung von Bildern.

Was ich vorab sagen kann: ich selbst bin entschieden dagegen, solche Bilder zu veröffentlichen und zu verbreiten. Außer: es geschieht in Form künstlerischer Verbildlichung eines schrecklichen Geschehens. Sei es als Gemälde, als Theaterstück, als dichtende Literatur.

Wie ich zu diesem Fazit komme, möchte ich in einer mehrteiligen Serie schildern, die ich als Skizzenblock einer Annäherung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten bitte.

 

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