Don Camillo und Peppone-Lesungen im März via K-TV

Don Camillo und Peppone

Wie ich gerade erfahre bringt K-TV in diesem März nochmal alle vier Teile der Lesungen Uwe Postls ausgewählter Episoden von Giovannini Guareschis „Don Camillo und Peppone“. Je eine halbe Stunde.

Erster Teil heute um 12 Uhr (Wiederholung Mo. 4. März um 9 Uhr und Do. 7. März um 20 Uhr).

Zweiter Teil dann analog Sa. 9. März 12 Uhr, (Wiederholungen Mo. 11. März um 9 Uhr und Do. 14. März um 20 Uhr. Selbes Schema beim dritten Teil beginnend am Sa., den 16. März.

Der vierte Teil dann nur zweimal: Sa., den 23. März um 12 Uhr und Do, den 30. März!

Entweder via TV oder hier per  K-TV Startseite zu obigen Zeiten den Livestream aufrufen.

Guareschis literarische Vorlage der berühmten Verfilmungen mit dem unvergeßlichen Fernandel in der Rolle des streitbaren Priesters Don Camillo ist leider viel zu wenig bekannt dieser Tage. Nicht nur deshalb: einschalten! Es lohnt sich.

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Litanei um Demut

Zur Abwechslung einmal eine kleine Gebetsempfehlung. „Ein wenig mehr Demut stünde und allen gut an, liebe Brüder und Schwestern im Herrn“ predigt sonor der Blogger, meint aber vor allem sich selbst. Diese Litanei verlangt beim Beten aber glaube ich nicht nur mir jedesmal einiges ab. Besonders dann, wenn man sich gerade mißverstanden, zurückgesetzt, oder in der Liebe verschmäht wähnt.

Aber umso heilsamer wirkt sie. Vielleicht wird sie ja in Kirchen deshalb so selten gebetet, weil man Gott nur noch als Erfüllungsgehilfen für die eigenen Wünsche anruft. Aber hier geht es eben um Verzicht. Also Avanti!

 

Litanei um Demut

O Jesus! Sanft und demütig von Herzen, höre mich.

Von dem Wunsch, geschätzt zu werden, befreie mich o Jesus.

Von dem Wunsch, geliebt zu werden, befreie mich o Jesus.

Von dem Wunsch, erhoben zu werden, befreie mich o Jesus.

Von dem Wunsch, geehrt zu werden, befreie mich o Jesus.

Von dem Wunsch, gelobt zu werden, befreie mich o Jesus.

Von dem Wunsch, bevorzugt zu werden, befreie mich o Jesus.

Von dem Wunsch, um Rat gefragt zu werden, befreie mich o Jesus.

Von dem Wunsch, Zustimmung zu finden, befreie mich o Jesus.

Dass andere mehr geliebt werden als ich

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere höher geschätzt werden als ich

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere mehr geliebt werden als ich

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere auserwählt werden und ich leer ausgehe

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere Lob erhalten und ich übersehen werde

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere mir in allem vorgezogen werden

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere heiliger werden als ich, vorausgesetzt, daß ich so heilig werde, wie ich soll

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

O Jesus! Sanft und demütig von Herzen, höre mich.

Vor der Furcht, erniedrigt zu werden, befreie mich o Jesus.

Vor der Furcht, verachtet zu werden, befreie mich o Jesus.

Vor der Furcht, getadelt zu werden, befreie mich o Jesus.

Vor der Furcht, verleumdet zu werden, befreie mich o Jesus.

Vor der Furcht, vergessen zu werden, befreie mich o Jesus.

Vor der Furcht, ausgelacht zu werden, befreie mich o Jesus.

Vor der Furcht, Unrecht zu erfahren, befreie mich o Jesus.

Dass andere mehr geliebt werden als ich

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere höher geschätzt werden als ich

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere mehr geliebt werden als ich

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere auserwählt werden und ich leer ausgehe

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere Lob erhalten und ich übersehen werde

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere mir in allem vorgezogen werden

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

Dass andere heiliger werden als ich,

vorausgesetzt, daß ich so heilig

werde, wie ich soll

Jesus gewähre mir die Gnade, das zu wünschen.

O Jesus! Sanft und demütig von Herzen, höre mich.

(Text nach Kardinal Rafael Merry del Val, 1865-1930)

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Aphorismen (und andere Kurzsätze). Auftakt

Verdacht: wer die gewichtigsten Worte der Liturgie durch langes Dehnen, forciertes Betonen jeder einzelnen Silbe und künstliche Pausen beschwert, macht nicht die Bedeutung des heiligen Geschehens deutlich, sondern betont die Wichtigkeit der eigenen Person.

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Felapton oder Das letzte Glück

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Die Rezension zu Andreas Wolbolds Debütroman ist nun ganz frisch auf dem Portal zur katholischen Geisteswelt kath-info.de online zu lesen, was ich mit einem KLICK HIER zu tun bitte.

Gelungene Belletristik  vom Priester, Professor und Praktiker die im Grenzgebiet zwischen Krimi, Thriller und Roadmovie unterwegs ist. Spannend, bilderstark. Und durchaus nicht unkatholisch.

Mit herzlichem Dank an Pater Engelbert Recktenwald!

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Ausgerechnet Silvester

Zwischen den Jahren. Stehende Redewendung für die Zeit zwischen dem Fest der Geburt Christ und Neujahr.

Ein Christ könnte auch vom Ersten Adventssonntag an zählen. Dann wäre die Zwischenzeit jene, die von Adventsbeginn und dem Ersten Januar des folgenden Kalenderjahres liegt. Die Spanne zwischen dem Beginn des liturgischen und dem des bürgerlichen Jahres also. Das ist zwar niemandes Brauchtum und klingt in der Verbindung von sakralem und profanen Jahr nach spitzfindigem Aggiornamento; doch gewährte es den Vorteil, dieses „Zwischen“ von derzeit einer auf gut vier Wochen zu verlängern. Und Zeit zu gewinnen, Zeit, die sich dem Räderwerk des kollektiven sozialen Betriebs entzieht, ist viel. „Aufhalten“, ist nicht nur die vorrangigste Aufgabe der Politik, wie der kürzlich verstorbene große Robert Spaemann sagte. In diesen weltlich politisch unsäglichen Zeiten, in denen auch weite Repräsentanz unserer Kirche eher Teil arger Probleme aber nicht im geringsten Teil der Lösung ist, brauchen wir wohl alle Atempausen und sollten auf unsere Art Sand im lärmenden Getriebe sein, um sie uns und anderen zu verschaffen.

Nun ist man derzeit gewißlich denkbar weit von einer Renaissance katholischer Heiligenfeste in weiten Volksschichten entfernt. Aber unverwüstlich feiert Deutschland, feiert man in vielen Teilen der Welt Sylvester.

Aber daß der Name Sylvesterfeier immer noch unangefeindet in Gebrauch ist, erfüllt dann doch mit einer ganz eigenen Freude. Die Oberfläche, nämlich daß der letzte Tag des bürgerlichen Kalenders eben kirchlich der Gedenktag des Heiligen Silvester ist, mag zwar hier und da dem feiernden Volk noch halbwegs geläufig sein. Aber wer weiß denn schon, wer dieser Mann war?

Er wurde im 3. Jahrhundert A. D. in Rom geboren, war Katholik, Priester und als solcher wurde er Bischof und schließlich Papst, von 314–335. Nicht irgendeiner. Etwas unterschied ihn von 31 Vorgängern: er starb nicht wie alle diese als Märtyrer, wurde also nicht wegen seines Glaubens ermordet, obwohl lange Zeit deswegen verfolgt wurde. Der erste Papst also, der in diesem Punkt nicht Nachfolger Petri war; ein ProtoNICHTmärtyrer wenn man so will.

Ein gewisser Konstantin war daran nicht unbeteiligt. Eben jener, der vor der Schlacht an der Milvischen Brücke der Vision vom Kreuze folgte. „In hoc signo vinces!“ Und das tat er dann auch in diesem Zeichen, er siegte militärisch, wurde römischer Kaiser, ließ sich dann überzeugen, die Christenverfolgung im römischen Reich zu beenden und per Mailänder Edikt Religionsfreiheit zu gewähren und von Silvester taufen.

Wir feiern Silvester. Das hat schon eine ganz eigene Ironie: Die atheistische Linke bis hin zu Intersektionalen Feministen -wenn Sie nicht wissen, was das ist, schätzen Sie sich glücklich, das muß man nicht wissen, googeln Sie nicht!- feiern im Namen eines uralten weißen Mannes, Nichtchristen huldigem einem Katholiken, Protestanten und andere Antipapisten stoßen auf einen Pontifex Maximus an, und der jeden Triumphalismus geißelnde katholische Progressismus auf den Veranlasser des Baus prächtiger monumentaler römischer Kathedralen- alles in allem: man feiert die konstantinische Wende! Die Ära, die Roms Aufstieg zum Mittelpunkt der katholischen Kirche begründete und die jene Epoche einleitete, die Nicolás Goméz Dávila wohl meinte als er sagte: „Der Katholizismus ist die Zivilisation des Christentums“

Und jetzt Hand aufs Herz: wieviele traditionsverbundene Katholiken, die wissen wer St. Silvester und für was er steht, entziehen sich den Sylvesterfeierlichkeiten, weil sie ihnen zu weltlich dünken! Noch nicht einmal die klammheimliche Freude, daß alle anderen ausgerechnet Silvester feiern vermag in ihnen zu erglimmen. In diesem Wissen könnte man doch auf die ein oder andere Art  mitfeiern? Nun gut, die Welt steht kopf, aber jeder bleibe frei.

Denn wenn schon im Namen des Heiligen Silvester etwas Kommendes gefeiert wird, kann es sich nur um die Hoffnung auf eine Wende handeln. Eine konstantinische wird es diesmal eher nicht sein. Aber ist nicht auch die profane aber urmenschliche Hoffnung auf ein möglichst gutes, ein besseres neues Jahr nicht auch ein Abglanz auf die letzte endgültige Wende? Die Wiederkunft Christi, die mit der Zerstörung dieser Welt und dieses Daseins einhergeht und gleichzeitig in eine neue, unwiderruflich ewig unvorstellbar bessere Welt münden wird?

Vollends in Predigen geraten wollen wir nicht. Bewahre. Wir bleiben für heute ein paar Nummern kleiner. Ihnen, Euch, Dir werte Leserschar, einen besinnlichen Ausklang dieses überaus dichten 2018. Einen gelingenden Rutsch in ein wohl ebenfalls kaum sanft plätscherndes neues Kalenderjahr.

Mag man es nun krachen lassen oder sich lieber andächtig verbergen: Seid, Seien Sie dabei laut oder leise genug, daß niemand auf die Idee kommt, für nächstes Mal eine Jahreszahlumwandlungsfeier vorschreiben zu müssen im Namen all dieser öden falschen totalitären Korrektheiten.

Allen hier von Herzen ein gesegnetes, gelingendes 2019! Heiliger Silvester, bitte für uns!

 

 

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O Oriens

O Morgenstern, Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
O komm und erleuchte,
die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes!

Komme leider erst heute dazu, sozusagen anfangs der Zweiten Halbzeit, in der die sieben O-Antiphonen im römischen Brevier das Magnifikat der Vesper im Advent vom 17- – 23. Dezember umrahmen. Hier eine Seite, die dankenswerterweise von jeder einzelnen ein Video mit Noten zum Mitsingen eingestellt hat, samt jeweiliger Übersetzung ud einiger Erläuterung in englischer Sprache. Und schadet ja nichts, sie auch jetzt noch alle sieben hintereinanderweg zu singen oder zu hören; zumal es leider kaum eine Gelegenheit gibt, sie in einer Kirche gesungen zu hören. Also:  Hier klicken bitte!

Und hier noch eine andere Fassung von „O Oriens“ für Eilige. Allen weiterhin einen schönen Advent!

 

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Heiliger Nikolaus, bitte (nochmal) für uns!

[Vorwort des Blogisten: Habe mir erlaubt, zum Tage eine Skizze von 2013 noch einmal hochzuholen, in stilistisch stark verbesserter Ausführung;-) ]

Eigentlich ist Nikolaus von Myra doch ein Heiliger wie aus dem befreiungstheologischen Lehrbuch: Die Eltern starben früh, mit seinem Vermögen half er den Armen, errettete junge Frauen vor der Prostititution, stand Witwen und Waisen materiell wie auch mit Rat und Tat zur Seite. Lang ist die Liste seiner karitativen Wohltaten an Bedürftigen.

Aber Pustekuchen: der Mann war, in aktuellem episkopalen Sprachgebrauch ausgedrückt, zum einen neopelaganisch, auch wenn er schon vor Pelagius da war: der Legende nach hatte Nikolaus nämlich schon als Säugling punkt mittwochs und freitags die Milch der Amme tagsüber verschmäht und erst abends zugelangt, Fastentage halt, nur eine sättigende Mahlzeit. Punkt. Und Schluß. Die übrige Woche hat er dann nach Belieben gesaugt, mit Prunk und Protz, bling bling! Reiner Gesetzesglaube also. Pfui.

Später wurde er Bischof von Myra, weil eine dortige Kircheninitiative ihn dazu machte: der Beschluß lautete: der erste, der heute die Kirche betritt und Nikolaus heißt, soll es werden. Das traf auf den Unbekannten, der eher zufällig dort weilte, dann zu, so weit, so demokratisch. Aber: vom Himmel wollte dieses  -äh, Domkapitel- diese Einflüsterung bekommen haben, nicht von der Basis. Also das ist fastschon überaristokratische Frömmelei! Zudem war Nikolaus noch nicht mal in irgendeinem Gremium von wir sind sonswas von Kirche und Co im Stuhlkreis von Myra vertreten!

Und dann war da noch die Sache mit dem geistigen Randgebiet Arius. Dem hat er wegen dessen angeblicher Irrlehren auf dem Konzil von Nicäa -wusch!-  einfach eine gelangt.  Welch brutale pharisäerhafte Hartherzigkeit! Der Typ war darin so krass und hat sich sogar für die Verfechtung und Verteidigung der katholischen Trinitaritätslehre einsperren und foltern lassen, und dem Kaiser einen ergebnisoffenen Dialog darüber verweigert, so ein liebloser Betonkopf war er, genauso wie sein unkollegialer Boß Athanansius. Und genau diese dogmatische klerikalistische Lieblosigkeit hat abertausende von der Kirche entfernt und zu den Arianern getrieben! könnten nicht wenige moderne Theologen, Priester und sogar Episkopen behaupten.

Die erstgenannten Wohltaten waren also alle nur geheuchelt, eigentlich irgendwie sogar häretisch. Hat er alles nur gemacht, um die Armen unter dem leichten Joch Christi , pardon- unter dem unmenschlichen Lehramt dieser Kirche zu halten.

Was gibt es an diesem Tag bitte also zu feiern? Am Ende fangen noch einige hoffnungslos reaktionäre vorkonziliare Spinner und rigide Gestörte an, sich heute solche Bischöfe wie Nikolaus von Myra zu wünschen.

Genau! Das machen wir.

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